Narben erzählen Geschichten
- alexandraromanic
- Jun 17
- 2 min read
Updated: Jul 25
Narben erzählen keine Geschichten,
sie bewahren sie—
eingeschlossen unter Haut, wo kein Wort je ganz hinreicht.
Dort liegt noch der Moment,
in dem etwas in mir zerbrach,
lautlos vielleicht, aber endgültig genug, um Spuren zu lassen.
Man sieht nur die Oberfläche,
doch darunter lebt noch immer
das Echo von damals.
Nicht als Schmerz, wie er einmal war—
sondern als Wahrheit, die sich nicht mehr wegreden lässt.
Ich habe versucht, sie zu vergessen,
so zu tun, als wäre ich unberührt geblieben.
Doch mein Körper erinnert sich
an alles, was ich verleugnet habe.
Und manchmal frage ich mich,
ob Heilung wirklich bedeutet,
dass es nicht mehr wehtut—
oder nur, dass ich gelernt habe, anders damit zu leben.
Denn jede Narbe sagt:
Hier war Liebe.
Hier war Hoffnung.
Hier war etwas, das wichtig genug war, um mich zu verändern.
Und vielleicht ist das das Schwerste daran—
zu akzeptieren,
dass nicht der Schmerz mich gezeichnet hat,
sondern die Tiefe,
mit der ich fähig war zu fühlen.
Scars tell stories
Scars don't tell stories, they preserve them—enclosed under skin where no word ever quite reaches. There is still the moment when something broke in me, silently perhaps,
but finally enough to leave traces.
You can only see the surface, but the echo of that time still lives underneath.
Not as pain as it once was—but as truth that can no longer be talked away.
I tried to forget them, to pretend that I had remained untouched.
But my body remembers everything I denied.
And sometimes I wonder if healing really means that it doesn't hurt anymore — or just that I've learned to live with it differently.
Because every scar says:
Here was love.
There was hope here.
Here was something that was important enough to change me.
And maybe that's the hardest thing about it—
to accept,
That it wasn't pain that marked me,
but the depth,
with which I was able to feel.
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